21.11.2008 "Komm ich jetzt ins Fernsehen?"
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Die Antwort: "Wenn Du zu den Kleinwiedenester Trampolinern gehörst? JA!" Der Startschuss fiel am ersten Sonntag der Herbstferien. Die Firma Eurotramp mit Sitz in Weilheim an der Teck hatte sich ein großes Projekt vorgenommen. Ein Lehrvideo zum Thema „Trampolinturnen“, welches in Schulen und Vereinen eingesetzt werden soll, musste gedreht werden.
Das Video soll drei Bereiche abdecken: großes Trampolin, Trampolin im Behindertensport und Minitrampolin.
Dafür wurden nun Darsteller gesucht. Durch unseren früheren Fototermin für das Buch „Mit Sicherheit zu Höhenflügen“, welches Jürgen Schmidt-Sinns geschrieben hat, waren die ersten Kontakte schon geknüpft. Wir wurden gefragt, ob wir uns auch vorstellen können, die Übungen aus dem Buch für das Video noch mal zu turnen. Was für eine Frage! Natürlich!
Also, Stadtbus reservieren, Auto vollpacken und ab nach Weilheim an der Teck. Unser Weg führte uns erst zur Firma Eurotramp. Dort wurden wir abgeholt und zur Sporthalle gebracht, die für die nächsten Tage unser zu Hause werden sollte.
Die andere Gruppe, die vor uns dran war, wurde gerade verabschiedet. Danach wurden wir sehr herzlich begrüßt. Das Kamerateam, welches übrigens aus Köln kam, wurde uns vorgestellt und wir bekamen eine kurze Einweisung, was sich die Verantwortlichen so vorstellten. Dennis Hack, Managing Director & Partner der Firma Eurotramp und Enkel des Firmengründers, bereitete uns auf ein paar spannende, aber auch sehr anstrengende Tage vor.
Die Begeisterung schlug Wellen, als wir unser „Quartier“ beziehen konnten: in der Halle war in einer Ecke eine große „Matratzenlandschaft“ aufgebaut, in die wir mit unseren Schlafsäcken eingezogen sind. Aber das Beste war der große Fernseher mit dem DVD-Player, der all denen die Zeit vertreiben sollte, die gerade nicht für den Dreh gebraucht wurden. Filme gab es reichlich und für jeden war etwas dabei.
Als uns dann erklärt wurde, dass für das Abendessen Pizza bestellt wird, waren die Mädels nicht mehr zu bremsen.
Der erste Abend war schon perfekt…
Die Nacht sollte jedoch etwas unruhiger werden: es konnte zum einen nicht die komplette Beleuchtung ausgeschaltet werden (Notlicht) und die Klimaanlage machte ganz schön krach. Aber die Probleme wurden für die zweite Nacht sofort bereinigt.
Am frühen Morgen, so gegen 7.00 Uhr wurden die ersten wach und schlafwandelten Richtung Dusche und Frühstück. Es wurden frische Brötchen in die Halle geliefert und der Kaffee duftete herrlich.
Nach dieser Stärkung ging es los. Es wurde ernst. Der Aufbau wurde noch mal korrigiert, die T-Shirts verteilt, Schuhe anprobiert und dann ging es los. Es ist unglaublich, worauf man bei so einem Video alles achten muss: „Schau nicht in die Kamera, auch wenn wir mit Dir reden! Immer lächeln, der Zuschauer soll sehen, dass es Spaß macht!“ Waren nur ein paar Kommentare, die wir uns immer wieder zu Herzen nehmen sollten.
So langsam gewöhnte sich jeder an die Situation und es lief bis zur Mittagspause gut an. Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter und weiter und weiter…. Am Abend war deutlich zu spüren, dass die Turnerinnen aber auch die „Crew“ erschöpft und natürlich auch unkonzentrierter waren. Es wollte aber auch so gar nichts mehr richtig funktionieren.
Dann kam der große Motivationsschub: das Kamerateam, und die Betreuer gingen auf die Geräte und turnten vor. Wollte man doch zeigen, dass das alles gar nicht so schwer ist. Pustekuchen: auch hier verlor der eine oder andere das Gleichgewicht, verzählte sich, oder verpasste seinen Einsatz. Am Ende hat es dann doch funktioniert. Die Mädels hatten dabei ihren Spaß und es packte sie der Ehrgeiz. Sie gingen wieder an den Start und dann das Wunder: alles klappte. Also schnell die Kamera wieder an und noch ein paar Szenen aufnehmen. Feierabend!
Nach dem Abendessen verließ und das Team und wir waren unter uns. Da ging es erst richtig los. Wenn zwei müde und gestresste Kleinwiedenester Trainerinnen überlegen, wie man eine 11köpfige Truppe wieder auf Vordermann bringen kann, dann kann es nur eins geben: Blödsinn bis zum Umfallen! Wir haben mitten in der Halle in unseren Schlafanzügen zwischen Geräten und Kameras gesessen, gesungen und alberne Spiele gemacht, bis alle wieder laut und gut drauf waren. Ich hoffe, dass zu diesem Zeitpunkt keine Kamera mehr eingeschaltet war. Das wäre sooooo peinlich!
Da wir wussten, dass am nächsten Tag noch einiges auf uns zukommt, haben wir etwas früher als am Vortag angefangen. Aber es sollte noch ein sehr, sehr langer Tag werden. Zu guter Letzt haben wir uns dann am Abend um 19.00 Uhr von allen verabschiedet, natürlich mit Gesang! (“Wir sagen Dankeschön und auf Wiedersehen…“)
Es hat nicht wirklich lange gedauert, bis wir wieder auf der Autobahn waren. Aber noch schneller kam der Moment, bis die ersten Turnkinder eingeschlafen sind. Trotz des schlechten Wetters und der Staus, die wir zum Glück spontan umfahren konnten, waren wir um 23.00 Uhr wieder am Vereinshaus und die Eltern konnten ihre furchtbar müden Kinder wieder in Empfang nehmen.
Leider kann ich hier nicht alles wiedergeben, was wir an diesem Wochenende erlebt haben. Aber ich kann sagen, dass alle (und ich meine alle!) begeistert waren. Jetzt warten wir ganz gespannt auf das Video und vor allem auf das „Making-off“. Ich habe nämlich vergessen zu erwähnen, dass Dennis die ganze Zeit mit seiner Kamera das „Drumherum“ gefilmt hat.
Zum Schluss möchte ich mich bei allen, die sich in diesen Tagen um uns gekümmert haben, ganz herzlich bedanken! Wir hatten wirklich eine rundum-sorglos-Betreuung genossen. Es gab bisher bei keiner Veranstaltung so eine tolle Vorbereitung und so nette und liebevolle Betreuung. Also eins ist sicher: sollten wir noch mal gebraucht werden, wir würden uns sofort auf den Weg machen!!
Eure Antje Kleine
Fotos